Karlsruhe - Eggenstein/Leopoldshafen
Innerhalb
des Karlsruher
Instituts für Technologie KIT befassen sich an den beiden Standorten
Campus Nord und Süd mehrere Arbeitsgruppen mit
verschiedenen Aspekten der elektrischen und/oder optischen
Eigenschaften nanostrukturierter Materialien. Ziel ist es, Leiterbahnen,
elektronische Bauteile und optische Elemente kostengünstig auf flexible
Substrate zu drucken, um die Herstellung neuartiger Produkte zu
ermöglichen. Relevant für künftige Anwendungen der gedruckten Elektronik
ist das physikalisch-chemische Zusammenspiel von
elektrischen Materialen und zu bedruckendem Substrat. Hier verfügen
kleinere und mittlere Unternehmen - neben ihrer Marktkenntnis - vielfach
über Anwendungserfahrungen, die in den Entwicklungsprozess der
Nanoelektronik
einbezogen werden müssen. Im Transferforum Gedruckte Elektronik haben Nachwuchsforscher und Unternehmen in der Region begonnen, einen Wissens- und Erfahrungsaustausch im Gebiet der gedruckten Elektronik in Gang zu setzen. Das Transferforum steht engagierten Teilnehmern aus Wissenschaft und Unternehmen offen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Kontaktbüro nanoValley.eu oder an den Sprecher des Transferforums:
Dr.
Norman MechauKarlsruher Institut für Technologie KIT
Institut für Nanotechnologie
Hermann von Helmholtz Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel. +49-7247-823782
norman.mechau@kit.edu
Norman Mechau forscht an druckbaren Materialien auf der Basis anorganischer Nanopartikel. Diese weisen sehr gute elektrische Eigenschaften auf, sind an Luft stabil, einfach zu handhaben und lassen sich im industriellen Großmaßstab kostengünstig herstellen. Um diese anorganischen Nanomaterialien in druckbare Tinten zu überführen, widmet sich Norman Mechau der Frage, wie die Stabilität der Tinten durch Additive optimiert werden kann ohne das elektrische Verhalten der Bauelemente negativ zu beeinflussen. Zudem befasst er sich mit den Eigenschaften und Wechselwirkungen von flexiblen Substraten und Drucktinten für den Druckprozess www.int.kit.edu
Der Kurzfilm Elektronik aus der Druckmaschine stellt Aspekte aus verschiedenen Arbeitsgebieten zu diesem Thema am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vor. Ausgehend von Forschungsprojekten am Institut für Nanotechnologie, dem lichttechnischen Institut, dem Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Fachbereich Thin Film Technology sowie bei der cynora GmbH, schlägt der Film die Brücke zur künftigen technischen Umsetzung. Zur Veranschaulichung werden Druckmaschinen gezeigt, die auf der Basis des Drop-on-Demand (DOD) Druckverfahrens bei der CSAT GmbH entwickelt wurden.
Eggenstein-Leopoldshafen Die CSAT GmbH entwickelt,
baut und unterstützt volldigitale Druckmaschinen (Inline & Offline)
für die Bedruckung von
Verpackungsfolien in der pharmzeutischen Industrie (Blisterfolien) sowie für
Anwendungen im Etikettendruck. Der von CSAT optimierte, mehrfach
patentierte, technische Prozess für
die Bedruckung von Industriefolien beruht auf dem Verfahren der
Elektrofotographie, bei welchem Farbtonerpartikel gezielt auf die
Druckunterlage
aufgebracht und abriebfest/temperaturfest fixiert werden. CSAT ist hier
in der Lage, ein extrem kleines
Schriftbild zu drucken, das in der pharmazeutischen Industrie als Lösung
im
Produktschutz dient. Im Bereich des Etikettendrucks ist das Unternehmen auf das
Drop-on-Demand (DOD)
Druckverfahren
spezialisiert. Hierbei werden mehrfarbige Spezialtinten
durch enge Düsen auf die Druckunterlage gepresst. In beiden
Anwendungsfeldern
ist das Unternehmen ein weltweiter Technologieführer und ist aufgrund
seiner Entwicklungsarbeit
mehrfach ausgezeichnet worden. CSAT kooperiert mit Druckkopfherstellern
und
entwickelt funktionelle Druckfarben und Tinten in einem eigenen
Entwicklungslabor www.csat.de
Eggenstein-Leopoldshafen Die cynora GmbH wurde 2003 als ein Spin-Off der RWTH Aachen gegründet und hat seit Juli 2008 ihren Sitz am High-Tech-Inkubator des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Das Unternehmen entwickelt
optoelektronische Materialien aus organischen Grundstoffen. Mit diesen
flüssig-prozessierbaren/druckbaren Polymeren sollen dünnste
Folien als Träger organischer Leuchtdioden (OLED) oder organischer
Solarzellen (OPV) hergestellt werden. Die
Geschäftsidee und der Geschäftsplan der cynora GmbH wurden im September
2009 im Rahmen der Karlsruher Gründerveranstaltung "Venture Lounge"
ausgezeichnet www.cynora.de
