Grab Tobias Grab
CYNORA OPTOELECTRONIC MATERIALS
Geschäftsführer

»Bildschirme, Lampen und Solarzellen aus dem Drucker: Mit neuen, organischen Halbleitern lassen sich völlig neue Anwendungsfelder erschließen und heutige Probleme clever lösen. Es bleibt die Kostenfrage: Wie lassen sich teure Werkstoffe und aufwändige Verdampfungverfahren ersetzen, um Massenmärkte zu erreichen?«

»Technologie basierend auf organischer Elektronik erreicht heute bereits die Kunden – Unternehmen wie Samsung verkaufen Tablet-PCs und Smartphones mit AMOLED-Displays in millionenfacher Auflage. Auch gedruckte LEDs und Solarzellen funktionieren immer besser: Erste Anwendungen wie mit Solarzellen-bestückte Umhängetaschen, mit denen sich im Park das Handy laden lässt, gibt es längst zu kaufen. Dass die gedruckte Elektronik bald ihr volles Potential ausnutzen und die Massenmärkte erobern wird, ist bereits erkennbar: Bewegte Bilder in Zeitungen, die in „Harry Potter“ nur durch Zauberei arbeiten, kann man heute schon mit dieser Technik realisieren, die Kosten sind jedoch sehr, sehr hoch. Die Materialien enthalten teure und seltene Metalle und müssen zur Herstellung von Bauteilen in Endgeräten aufwändig verdampft werden. Hier setzt die cynora an: Wir entwickeln Materialien auf Basis günstiger Ausgangsstoffe, die sich wie Tinte in der Druckerei preiswert drucken lässt. In unserer F&E-Abteilung arbeiten Verfahrenstechniker, Physiker und Chemiker in ständigem Dialog an der Lösung der Prozessierungsprobleme und der Synthese neuer Leuchtstoffe aus günstigen Rohstoffen, die den etablierten Materialien in Sachen Effizienz, Farbreinheit und Leuchtkraft in nichts nachstehen und dabei gut verfügbar und recycelbar sind. Um auf einem interdisziplinären Feld wie der Halbleiterentwicklung zu bestehen, bedarf es eines ständigen Dialoges mit Wissenschaftlern benachbarter Disziplinen. Aus diesem Grund ist unser Team vor einigen Jahren an den Campus Nord des KIT gezogen. Im dort angesiedelten Hightech-Inkubator befindet sich ein ideales Umfeld. Die cynora-Forscher profitieren insbesondere von der räumlichen Nähe zu ihren universitären Kooperationspartnern in Karlsruhe und zum in Heidelberg angesiedelten Innovation Lab.«

Ausbildung

1997-2003 Universität Bonn, Diplomstudiengang Chemie
2004-2007 Karlsruher Institut für Technologie, Promotion

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