FuchsOilLindemann5 Lutz Lindemann
FUCHS PETROLUB AG, Mannheim
Mitglied des Vorstands und verantwortlich für die Bereiche Technik, Supply Chain Management, Internationales OEM-Geschäft


»Die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft muss aus meiner Sicht weiter vorangetrieben werden«

»Schmierstoffe - das Kernarbeitsgebiet unseres weltweit tätigen FUCHS PETROLUB Konzerns - haben die Aufgabe, Reibpartner (z.B. Kolben und Zylinder) voneinander zu trennen, Verschleiß zu minimieren, Wirkungsgrade zu steigern und für Sauberkeit der Maschinenbauteile zu sorgen. Wesentlich dabei ist die optimale Einstellung des Schmierstoffes auf das Tribosystem (z.B. Kolben und Zylinder). Der moderne Schmierstoff ist mittlerweile ein wesentliches Konstruktionselement geworden, das einen erheblichen Beitrag zur Wirkungsgradverbesserung von Maschinen leistet. Der Einsatz des geeigneten Schmierstoffes führt zu ökonomischen und ölkologischen Vorteilen. Moderne Schmierstoffe führen somit nicht nur zu konkretem Kundennutzen, sondern leisten darüber hinaus einen deutlichen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Das alles ist nur mit einer intensiven Forschung und Entwicklung in einem stark vernetzten interdisziplinären Umfeld möglich. Hierbei spielen für mich Verbundforschungsvorhaben in Kooperation mit Universitäten und verwandten Forschungseinrichtungen eine entscheidende Rolle. Wir unterhalten enge Kontakte mit dem tribologischen (Tribologie = Reibungslehre) Institut an der Hochschule Mannheim, aber auch z.B. mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Die Vernetzung von Hochschulen und Wirtschaft muss aus meiner Sicht weiter vorangetrieben werden. Wir brauchen beispielsweise mehr Foren, in denen ein noch intensiverer Austausch zwischen Universität und Wirtschaft ermöglicht wird. Die Förderquote von Entwicklungsprojekten, aber auch die Vergabe von Stipendien an besonders begabte Studenten sollten auf eine breitere Basis gestellt werden. Die Wirtschaft sollte aus meiner Sicht schließlich auch die Chance nutzen, Fakultäten und Studenten ohne natürlich in die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre einzugreifen als Mentor beratend zur Seite zu stehen. Wir müssen so die qualifizierte Ausbildung fördern und damit die Innovationsfähigkeit technologisch orientierter Unternehmen sicherstellen.«

Ausbildung

1980 - 1988 Studium der Chemie und Promotion an der Georg-August-Universität Göttingen, anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Physikalische Chemie

Berufstätigkeit

1988 - 1995 Mobil Oil AG, Hamburg
1995 - 1996 Roland Berger & Partner; Stuttgart - Seniorberater / Projektleiter
1996 - 1998 DEA Mineralöl AG, Hamburg - Product Management
1998 - 2008 Mitglied der Konzernleitung der FUCHS PETROLUB AG mit Regionalverantwortung für Deutschland, Osteuropa (incl. Russland) und Skandinavien sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der FUCHS EUROPE SCHMIERSTOFFE GmbH
2009 - heute: Mitglied des Vorstands der FUCHS PETROLUB AG - Technik, Supply Chain und OEM

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