Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF - Freiburg
Das Fraunhofer IAF forscht auf dem Gebiet mikro- und nanostrukturierter Verbindungshalbleiter, auch in Kombination mit Diamant.
Weitere Aktivitäten entfaltet das IAF in der Realisierung monolithisch integrierter Mikrowellen- und Millimeterwellen-Schaltungen in III/V-Verbindungshalbleiter-Technologie. Diese Bauelemente mit Arbeitsfrequenzen zwischen 400 MHz und 500 GHz werden in Systemen der drahtlosen Kommunikationstechnik, der Sensorik und der Radioastronomie eingesetzt. Millimeterwellen können Nebel, Regen und Staub durchdringen, wodurch neuartige Sensoren und bildgebende Systeme möglich werden.
Für Anwendungen in der Beleuchtungstechnik konzentrieren sich die Arbeiten des Instituts auf GaN-basierende Leuchtdioden. Für den infraroten Spektralbereich werden optisch gepumpte Halbleiterscheibenlaser auf der Basis der Gruppe-III-Antimonide sowie Quantenkaskadenlaser umgesetzt, die die Wellenlängenbereiche 2 – 3 μm bzw. 4 – 10 μm abdecken. Diese Halbleiterlaser werden in der Sicherheitstechnik, der Medizintechnik sowie der Produktions- und Umweltmesstechnik verwendet. Ebenso realisiert das IAF Mikro- und Nano-Sensoren für Anwendungen in der Strahlungs-, Umwelt- und Biosensorik. Hierzu werden Materialien wie Gruppe III-Nitride, Diamant und Metalloxide eingesetzt, die sich durch Resistenz gegenüber ionisierender Strahlung, chemische Beständigkeit, mechanische Härte und optische Transparenz auszeichnen. Die Forschungsarbeiten des Instituts sind nach ISO 9001:2008 zertifiziert. www.iaf.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI - Freiburg
Das Ernst-Mach-Institut sieht seine Aufgabe darin, die Physik schnell ablaufender, transienter Prozesse zu verstehen, um daraus Lösungen für industrielle Anwendungen ableiten zu können.
In den Geschäftsfeldern "Verteidigung", "Sicherheit", "Raumfahrt" und "Verkehr" sind Ziele der Forschungsarbeiten die Untersuchung von sicherheitsrelevanten Bauteilen bei der Crashbelastung im Automobilbereich, die Erhöhung von militärischem Schutz und ziviler Sicherheit sowie die Gewährleistung der Sicherheit von Satelliten, Raumfahrzeugen und Weltraummissionen. Überdies arbeitet das EMI im Geschäftsfeld "Neue Forschungsfelder", in dem es u.a. erforscht, ob Stoßwellen als mögliche Therapieform zur Behandlung von Tumorzellen geeignet sind und an der skalenübergreifenden Simulation von Werkstoffen arbeitet.
Das 1959 gegründete Institut kooperiert mit Automobilherstellern und –Zulieferern, mit Architekten, Städteplanern und Raumfahrtunternehmen. In der Sicherheitsforschung bearbeitet das Institut Projekte für die Bundesregierung und die Europäische Union.
Ein Beispiel für die regionale Vernetzung mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region ist der Innovationscluster „Future Urban Security“. Hier entwickeln Forschungsinstitute, Universitäten, Industrie und Behörden gemeinsam innovative technische Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz und erforschen gleichzeitig gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen.
Technologisches Profil des Instituts:
■ Laboranlagen zur Beschleunigung von Massen zwischen wenigen Gramm und einigen hundert Kilogramm auf Geschwindigkeiten bis zu 40 000 km/h.
■ Materialprüfeinrichtungen für Werkstoffe aller Art
■ Bildgebende Verfahren schneller und schnellster Prozesse. Dies schließt sowohl optische Verfahren, wie z.B. Mikroskope und Hochgeschwindigkeitskameras, ein als auch Röntgenblitzgeräte mit Mehrfachanoden zur Tomo-Kinematographie.
■ Sensorsysteme zur Messung physikalischer Größen in rauen, von Stoßwellen belasteten Umgebungen.
■ Hochgeschwindigkeits-Elektrotechnik zur Messung und Steuerung von großen Strömen und Spannungen in höchster zeitlicher Auflösung.
■ Prüfstände zur Untersuchung von Fahrzeugen und Komponenten mit neuen Antriebstechnologien unter Crash-Lasten, die auch das Freisetzen und mögliche chemische Umsetzen von Aggregatsinhalten wie Wasserstoff oder Batterieinhalten erlauben.
Am EMI sind derzeit 300 Mitarbeiter (Stand 2011) tätig. www.emi.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM - Freiburg | Kaiserslautern
Das Fraunhofer IPM befasst sich mit optischen Technologien und funktionalen Materialien; für industrielle Anwendungen stellt es neben Prototypen und einsatzbereiten Komplettsystemen auch spezifische Komponenten her.
Kompetenzen
Fraunhofer IPM erforscht und entwickelt optische Sensor- und Belichtungssysteme sowie Dünnschichttechniken. Ein Schwerpunkt ist die Spektroskopie, insbesondere UV-Vis-, NIR-, MIR- und Terahertz-Spektroskopie; weitere wichtige Standbeine bilden die Halbleiter-Gassensorik und die Dünnschichttechnik. Kernkompetenzen in den optischen Technologien sind die Laserbelichtung, die schnelle Entfernungs- sowie 2-D- und 3-D-Messtechnik und die Holographie. Auf dem Gebiet der Thermoelektrik ist das Institut führend in der Materialforschung, der Simulation und dem Aufbau von Systemen.
Geschäftsfelder
Fraunhofer IPM entwickelt neuartige technische Lösungen für die Prozessmesstechnik, Produktionskontrolle und Qualitätsprüfung und strebt danach, die Energieeffizienz von Prozessen zu erhöhen. Fraunhofer IPM bringt seine vielfältige Expertise auch in Sicherheitstechnologien ein, die zur Verhinderung terroristischer Anschläge, zur Schadensbegrenzung bei Havarien und Störfällen oder zum Schutz vor Dokumenten- und Produktfälschungen eingesetzt werden können. Mit Bio-, Gas- und Flüssigkeitsanalytik, Emissionsmessungen und Umweltanalytik leisten wir einen großen Beitrag zu den Fraunhofer-Zukunftsthemen Umwelt und Gesundheit.
Daten
Fraunhofer IPM wurde 1973 in Freiburg gegründet; seit 2005 gibt es einen zweiten Standort in Kaiserslautern. Die Forschung und Entwicklung gliedert sich in vier Fachabteilungen:
■ Abt. Analysen-Messsysteme,
■ Abt. Optische Fertigungsmesstechnik,
■ Abt. Thermoelektrik und Integrierte Sensorsysteme (alle Freiburg) sowie
■ Abt. Therahertz-Messtechnik und -systeme (Kaiserslautern).
Insgesamt arbeiten an beiden Institutsstandorten rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Wissenschaft, Technik und Verwaltung. Fraunhofer IPM ist ISO 9001 zertifiziert. www.ipm.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE - Freiburg
Das Fraunhofer ISE arbeitet an den technischen Voraussetzungen einer effizienten und umweltfreundlichen Energieversorgung. Hierzu entwickelt das Institut Materialien, Komponenten, Systeme und Verfahren.
■ Energieeffiziente Gebäude und Gebäudetechnik
■ Angewandte Optik und funktionale Oberflächen
■ Silicium-Photovoltaik
■ Alternative Photovoltaik-Technologien
■ Regenerative Stromversorgung
■ Wasserstofftechnologie
■ Solarthermie
■ Photovoltaische Module, Systeme und Zuverlässigkeit
Über die Grundlagenforschung hinaus beschäftigt sich das Institut mit der Entwicklung von Produktionstechniken und Prototypen sowie der Ausführung von Demonstrationsanlagen und dem Betrieb von Testzentren.
Das Institut plant, berät, prüft und stellt Know-how und technische Ausrüstung für Dienstleistungen zur Verfügung.
Seit März 2001 ist das Fraunhofer ISE nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.
Das Fraunhofer ISE ist mit über 1100 Mitarbeitern das größte Solarforschungsinstitut Europas. Der Gesamtetat des Instituts betrug 2010 61,6 Mio. Euro (inkl. Investitionen).
Außenstandorte
Das Fraunhofer ISE Labor- und Servicecenter Gelsenkirchen sowie das Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle/Saale und das Technologiezentrum Halbleitermaterialien THM in Freiberg sind Außenstandorte des Instituts, die sich der Solarzellen- bzw. der Halbleiter-Materialentwicklung widmen.
Das Fraunhofer CSP wird in Kooperation mit dem Fraunhofer IWM Freiburg und Halle betrieben, das THM in Kooperation mit dem Fraunhofer IISB Erlangen.
Das 2008 neu gegründete Fraunhofer Center for Sustainable Energy Systems CSE in Boston trägt dazu bei, in Europa etabliertes Know-how und Technologien im Bereich erneuerbarer Energien für den amerikanischen Markt weiterzuentwickeln und dort einzuführen. Schwerpunkte der Aktivitäten sind die Solartechnik und das energieeffiziente Bauen. Die Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology MIT. www.ise.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM - Freiburg | Halle
Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM erarbeitet Lösungen um die Eigenschaften von Werkstoffen und Bauteilen für auftretende Belastungen optimal einzustellen und deren Leistungsfähigkeit vollständig auszuschöpfen.
Leistungsspektrum des Fraunhofer IWM
■ Werkstoffcharakterisierung, Bauteilprüfung, Fehlerdiagnostik, Mikrostrukturanalyse
■ Werkstoffmodellierung, Prozess- und Bauteilsimulation
■ Beschichtungen, Tribologie, Funktionalisierungen, Grenzflächenanalytik
■ Prozess-, Verfahrens- und Geräteentwicklungen
Auslöser für die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IWM
■ Defekte, Rissbildung, Verformung, Versagen, Verschleiß, Fehlverhalten, Ermüdung
■ Entwicklung, Einsatz und Verarbeitung neuer Werkstoffe
■ Neue Produkte mit neuen Funktionalitäten
■ Neue Prozesse, Verfahren und Geräte
Die Auftraggeber und Forschungspartner des Fraunhofer IWM profitieren von gesteigerter Zuverlässigkeit, Sicherheit, Lebensdauer und Funktionalität ihrer Bauteile und Systeme, verbesserter Qualität und Ausbeute in der Fertigung, erhöhter Material- und Energieeffizienz und gelangen so zu wirtschaftlicheren Prozessen und Kostensenkungen.
Das Fraunhofer IWM, das 1971 gegründet wurde, beschäftigt heute etwa 500 Mitarbeiter an seinen Standorten in Freiburg und Halle und ist nach ISO 9001 zertifiziert.
Neben dem Fraunhofer-Verbund Materials ist das IWM in die Fraunhofer-Allianz Nanotechnologie eingebunden und kooperiert unter anderem mit dem KIT und der Universität Freiburg. www.iwm.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM - Kaiserslautern
Das Fraunhofer ITWM stellt Unternehmen das mathematische Rüstzeug für Produktverbesserungen, Prozessoptimierung und Fehlersuche zur Verfügung. Haupttätigkeitsfelder des Instituts sind: Oberflächeninspektion, Finanzmathematik, Visualisierung großer Datenmengen, Optimierung von Produktionsprozessen, virtuelles Materialdesign sowie Analyse von 3D-Mikrostrukturen.
Haupttätigkeitsfelder des Instituts sind: Oberflächeninspektion, Finanzmathematik, Visualisierung großer Datenmengen, Optimierung von Produktionsprozessen, virtuelles Materialdesign sowie Analyse von 3D-Mikrostrukturen. Diese Felder werden von derzeit (Stand Juli 2011) etwa 220 Mitarbeitern sowie ca. 160 wissenschaftlichen Hilfskräften in acht Abteilungen bearbeitet:
■ Transportvorgänge (Kernkompetenzen: Mathematische Modellierung komplexer industrieller Probleme und Entwicklung effizienter Algorithmen zu ihrer numerischen Lösung)
■ Strömungs- und Materialsimulation (Kernkompetenzen: Entwicklung, Bereitstellung und spezifische Anwendung effizienter und robuster Multiskalen- und Multiphysicsmethoden)
■ Bildverarbeitung (Kernkompetenzen: Oberflächeninspektion, räumliche Bildanalyse und Modellierung von Mikrostrukturen, Signalanalyse im Eisenbahnbereich sowie Ultraschall-Imaging)
■ Systemanalyse, Prognose und Regelung (Kernkompetenzen: Monitoring, Regelung rechnergestützter Analogschaltungsentwurf, Multiskalen-Strukturmechanik)
■ Optimierung (Kernkompetenzen: Erforschung und Bereitstellung von Modellen, Simulationen und Verfahren zur mathematischen Optimierung in Industrie und Dienstleistung)
■ Finanzmathematik (Kernkomptenzen: Optionsbewertung, Portfolio-Optimierung, Zinsmodellierung und Kreditratings)
■ Mathematische Methoden in Dynamik und Festigkeit (Kernkompetenzen: Beanspruchungsstatistik und numerische Simulation von Dynamik und Lebensdauer mechanischer Systeme)
■ Competence Center High Performance Computing (Kernkompetenz: Entwicklung von Software für parallele Rechnersysteme – vom Embedded Multicore Chip bis zu Cloud-Systemen)
Gemeinsam mit den Fachleuten eines Unternehmens wird zum Beispiel ein mathematisches Modell des Problems erstellt, das mit Rechnern ausgewertet werden kann. Darauf zugeschnittene Simulationen wiederum spüren eine Lösung auf, die den Unternehmensanforderungen gerecht wird. Die mathematische Herangehensweise an praktische Fragestellungen, als die Kompetenz des Fraunhofer ITWM, kann so ingenieur- und betriebswirtschaftliches Arbeiten ideal ergänzen.
Das Haushaltsvolumen des ITWM betrug im Jahr 2010 rund 17 Mio. Euro; gut 40 Prozent der Einnahmen stammen aus Industrieaufträgen. Gegründet wurde das ITWM 1995 und 2001 - als erstes Institut mit mathematischem Schwerpunkt - in die Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen Das ITWM ist Mitglied des Fraunhofer-Verbunds "Informations- und Kommunikationstechnologie" sowie Gast im Fraunhofer- Verbund „Materials“. Außerdem ist das ITWM an den Fraunhofer-Allianzen "Adaptronik", "Energie", "Grid Computing", "Numerische Simulation von Produkten und Prozessen", "SysWasser", "Verkehr", "Vision" (Bildverarbeitung), "Cloud Computing" und "autoMOBILproduktion" beteiligt. www.itwm.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB - Karlsruhe | Ettlingen
Kernkompetenzen des Fraunhofer IOSB sind Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung. Das Institut befaßt sich mit der Lösung von Problemen, die durch heterogene Daten- und große Informationsmengen in komplexen, verteilten Systemen charakterisiert sind.
Entwicklungen des IOSB finden sich im unbemannten Aufklärungsflugzeug LUNA der Bundeswehr ebenso wie in der Produktionsüberwachung für die Mercedes C-Klasse im Daimler-Werk Bremen, Diamantensortieranlagen in Südafrika oder im Umweltportal des Landes Baden-Württemberg. Auch in umfassenden Fachinformationssystemen, Umweltportalen und Ressourcenmanagement-Anwendungen bringt das IOSB seine Expertise ein. Für das Katastrophenmanagement steht in Karlsruhe ein zukunftsweisendes Demo-Zentrum als Krisenleitstelle zur Verfügung. Ausbauen will das Institut in nächster Zeit u.a. die Unterwasserrobotik und die "distante Biometrie", also die laserbasierte Ferndiagnose z. B. von Windkraftanlagen oder die Vermessung bestehender Bauwerke.
Das Institut ist strategisch auf die fünf Geschäftsfelder "Automatisierung", "Energie, Wasser und Umwelt", "Inspektion und Sichtprüfung", "Verteidigung" und "zivile Sicherheit" fokussiert und verfügt neben den Hauptstandorten in Karlsruhe und Ettlingen über ein Anwendungszentrum für Systemtechnik AST in Ilmenau sowie das Kompetenzzentrum Industrielle Automatisierung INA in Lemgo und eine Geschäftsstelle in Peking
Am 2010 als Fusion zweier Vorgängerinstitute gegründeten IOSB sind 370 Mitarbeiter tätig, die durch ca. 120 studentische Hilfskräfte unterstützt werden. Das Jahresbudget beläuft sich auf etwa 37 Mio. €, (1/3 grundfinanziert). www.iosb.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI - Karlsruhe
Das Fraunhofer ISI steht für Zukunftsforschung, Politikberatung und Systeminnovationen. Es hilft seinen Kunden bei der Förderung, Identifikation und Umsetzung von technischen sowie Dienstleistungs-, Organisations- und Prozessinnovationen.
Die Forschungsschwerpunkte werden in den sechs spezialisierten „Competence Centern“ (CC) Energiepolitik und Energiesysteme, Industrie- und Serviceinnovationen, Innovations- und Technologie-Management und -Vorausschau, Nachhaltigkeit und Infrastruktursysteme, Neue Technologien sowie Politik und Regionen gebündelt. Jedes CC bearbeitet hauptsächlich seine zentralen Forschungsthemen. Viele Projekte, wie etwa auch im Bereich Nanotechnologie, werden jedoch auch CC-übergreifend und von verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachtet und bearbeitet - worin sich der systemische und umfassende Charakter der Innovationsforschung des Instituts zeigt.
Derzeit arbeiten rund 200 Mitarbeiter mit unterschiedlichsten fachlichen Hintergründen in den Bereichen Wissenschaft, Technik und Verwaltung daran, den Anforderungen der Auftraggeber aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft mit wissenschaftlicher Kompetenz und einem systemischen Forschungsansatz gerecht zu werden. Im Jahr 2010 hat des Fraunhofer ISI 350 Projekte bearbeitet sowie sein Budget auf 20 Millionen gesteigert. www.isi.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT - Pfinztal
Das Fraunhofer ICT befasst sich u.a. mit Verwendungsmöglichkeiten von Nanomaterialien bzw. der Integration von Nanotechniken in bestehende Materialsysteme sowie Prozess- und Verarbeitungstechniken zur Herstellung von Kunststoffprodukten.
Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren - Saarbrücken | Dresden
Im Fokus der FuE-Aktivitäten des Fraunhofer IZFP stehen die physikalischen Methoden der zerstörungsfreien Prüfung, die Charakterisierung von Werkstoffen und die Kontrolle und Überwachung von Fertigungsprozessen und Anlagenkomponenten.
Derzeit sind am IZFP 200 Mitarbeiter permanent beschäftigt, davon 91 Wissenschaftler, 50 Ingenieure und 15 Techniker. Der Gesamt-Betriebshaushalt beträgt etwa 26 Mio, davon werden über 10 Mio € aus Industrieerträgen erwirtschaftet. Das IZFP ist Mitglied des Fraunhofer-Verbunds "Werkstoffe und Bauteile" sowie Gast im Fraunhofer-Verbund "Mikroelektronik".
Im Bereich der Oberflächentechnologie stehen am Institutsteil Saarbrücken die zerstörungsfreie Bestimmung von Oberflächenfehlern, Härte, Härtetiefe, Eigenspannungen sowie Gradienten derselben, von Textur und Feuchte im Mittelpunkt. Das IZFP Saarbrücken ist ein nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditierter Dienstleister für zerstörungsfreie Werkstoff- und Bauteilprüfungen mit den Verfahrensvarianten Ultraschall, Wirbelstrom, Mikromagnetik, Thermographie, Röntgen-Laminographie, NMR-Aufsatztechnik.
Der Institutsteil Dresden bietet für die Nanoanalytik Verfahrensentwicklungen, Anwendungen und Dienstleistungen mittels Nano-Röntgenmikroskopie, Nano-Röntgentomographie, Elektronen- und Ionenmikroskopie, Nanoindentation, Rasterkraftmikroskopie an. Zur großflächigen Prozesskontrolle der Qualität von dünnen Schichten in der Photovoltaik werden Wirbelstrom-Verfahren entwickelt, die eine Schichtdickenbestimmung in Multilayer-Systemen auch real-time ermöglichen. Für Aufgaben des Korrosionsschutzes und -überwachung kommen neuartige Verfahren mittels Nanodiamanten zum Einsatz. Optische Verfahren zur Charakterisierung mechanischer, optischer, biologischer und chemischer Eigenschaften dünner Schichten und Oberflächen umfassen die Ellipsometrie, Speckle-Photometrie, Raman-Mikroskopie, Fluoreszenzmessungen. Das IZFP Dresden wendet ein Managementsystem in Übereinstimmung mit dem Standard DIN EN ISO 9001:2008 für den Geltungsbereich der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der angewandten Mikroelektronik und Nanotechnologie für zerstörungsfreie Prüfverfahren, Medizintechnik und Sicherheitstechnik an. www.izfp.fraunhofer.de
Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB - Stuttgart
Das Fraunhofer IRB sichert als Einrichtung für den nationalen und internationalen Transfer von Baufachwissen den Zugriff auf relevante wissenschaftliche und praxisorientierte Information aus allen Bereichen des Planens und Bauens.
Fachliche Schwerpunkte sind u.a:
■ Bauschäden
■ Bauliche Denkmalpflege und Altbausanierung
■ Bauen im Bestand
■ Energetische Sanierung
■ Energieeffizienz
■ Nachhaltiges Planen und Bauen
■ Umsetzung von Bauforschungsergebnissen in die Praxis
Die Auswahl geeigneter Informationsquellen sowie deren Auswertung nach fachlichen Kriterien macht Fachwissen für die Kunden des Fraunhofer IRB jederzeit verfügbar. Unterschiedliche Produkte im Datenbank-, Print- und Servicebereich erleichtern dabei den Zugang.
Das Fraunhofer IRB arbeitet mit zahlreichen Verbänden, wissenschaftlichen Vereinigungen, Kammern und Fachinstitutionen, auch aus dem Ausland, zusammen. Im Kuratorium des IRB sind Persönlichkeiten dieser Institutionen vertreten.
Das Fraunhofer IRB ist außerdem die zentrale Stelle für den Nachweis interdisziplinärer wissenschaftlicher Veröffentlichungen innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. Hier unterstützt es mit seinem Wissen im Verlags-, Datenbank- und Dienstleistungsbereich die Autoren der verschiedenen Fraunhofer-Institute in allen Fragen des wissenschaftlichen Publizierens. Der Fraunhofer Verlag veröffentlicht Bücher und Broschüren, die aus der Arbeit der Fraunhofer-Institute entstanden sind. Das Fraunhofer IRB beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter. www.irb.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP - Stuttgart | Holzkirchen | Kassel
Das Fraunhober IBP konzentriert sich auf Forschung, Entwicklung, Prüfung, Demonstration und Beratung auf den Gebieten der Bauphysik.
Das Fraunhofer IBP arbeitet zusammen mit Industriepartnern an der Markteinführung neuer und umweltverträglicher Baustoffe, Bauteile und Bausysteme. Zu den klassischen Kunden zählen vor allem Unternehmen der Bauindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, Bauträger und Architekten, Planer und Behörden sowie öffentliche und private Bauforschungsträger. Die Anwendung bauphysikalischer Kompetenzen auf benachbarte Fachgebiete erweitern den Kreis um Partner aus der Kraftfahrzeug- und Luftfahrindustrie. Leistungsfähige Labore und Prüfeinrichtungen sowie das Freilandversuchsgelände am Institutsteil Holzkirchen ermöglichen komplexe bauphysikalische Untersuchungen. Moderne Labormesstechnik und Berechnungsmethoden begleiten die Entwicklung und optimieren Bauprodukte für den praktischen Einsatz. Untersuchungen in Modellräumen, im Prüffeld und am ausgeführten Objekt dienen der bauphysikalischen Erprobung von Komponenten und Gesamtsystemen für den Neubau wie für die Sanierung.
Das Fraunhofer IBP, das 173 Mitarbeiter beschäftigt (Stand 7/2011), ist eine »Bauaufsichtlich anerkannte Stelle« für Prüfung, Überwachung und Zertifizierung von Bauprodukten und Bauarten in Deutschland und Europa. Vier Prüfstellen des Instituts erhielten vom Deutschen Akkreditierungssystem Prüfwesen die flexible Akkreditierung nach DIN EN/ISO/IEC 17025. Damit sind sie berechtigt, neue Prüfverfahren zu entwickeln oder vorhandene zu modifizieren. www.ibp.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB Stuttgart - Stuttgart
Das Fraunhofer IGB entwickelt und optimiert Verfahren und Produkte für die Geschäftsfelder Medizin, Pharmazie, Chemie, Umwelt und Energie.
Grenzflächentechnologie und Materialwissenschaft
Ein Schwerpunkt der Arbeiten der Abteilung Grenzflächentechnologie und Materialwissenschaft ist die Abscheidung von dünnen und ultradünnen Schichten, beispielsweise zur Verbesserung der Haftung oder der Verklebbarkeit, zur Verminderung von Abrieb oder Korrosion oder zur gezielten Einstellung von Barriereeigenschaften. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Funktionalisierung von Nanomaterialien für Anwendungen in Medizin und Pharmazie oder für Trennprozesse in der Chemie. Bei den Substraten liegt unser Fokus auf Polymeren, wir setzen aber auch ausgewählte anorganische Substrate ein. Schwerpunkte der Verfahrensentwicklung sind neben den Fragen der Skalierbarkeit auch das Design von Strukturen mit inneren Grenzflächen in Verbundmaterialien.
Etablierte Herstellungsverfahren
■ Abscheidung dünner Schichten mittels chemischer und physikalischer Methoden aus der Gasphase (Plasmaverfahren, Bedampfen, Sputtern, Parylenabscheidung)
■ Abscheidung von Nanopartikeln mit verschiedenen Polymerisationstechniken
■ Erzeugung von Membranen mittels Sol-Gel-Prozessen und Sinterung
■ Abscheidung dünner Schichten durch Layer-by-Layer-Methoden oder mittels selbstorganisierender Monoschichten (Self Assembly Monolayers, SAM)
■ Auftrag dünner polymerer Filme durch Spin Coating
■ Abscheidung von Nanofasern mittels Elektrospinnen
Leistungsangebot
■ Prozessentwicklung zur Plasmamodifizierung von Oberflächen
■ Schichtentwicklung für Schutzschichten (Kratz-, Korrosionsschutz), Barrieren gegen Permeation, Schichten als Reservoir für die gezielte Freisetzung von Stoffen (Formulierungen)
■ Funktionalisierung von Oberflächen (chemisch und biochemisch)
■ Entwicklung von Plasma-Reinigungsprozessen und Plasma-Sterilisationsprozessen
■ Synthese und Präparation nanostrukturierter Materialien mit maßgeschneiderter Oberfläche
■ Entwicklung von neuartigen Formulierungen mittels Kern-Schale-Partikeln
■ Charakterisierung von Nanopartikeln, Messung der Partikelgröße und Partikelgrößenverteilung mit optischen Methoden oder im elektrischen Feld
■ Entwicklung von Membranen und Membranmodulen
■ Herstellung und Testung von Membranen im Pilotmaßstab
■ Oberflächen- und Schichtcharakterisierung
■ Verfahrens- und Anlagenentwicklung
■ Up-Scaling von Laborprozessen zur Herstellung dünner Schichten auf großflächige Formate und Skalierung der Nanopartikelherstellung zu größeren Volumina. www.igb.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA - Stuttgart
Organisatorische und technologische Aufgabenstellungen insbesondere aus dem Produktionsbereich von Industrieunternehmen sind die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Ausstattung
Labore für
■ Geräte- und Prozessentwicklung: Lifescience, Lebensmittelindustrie
■ das Messen und Prüfen von Signal- und Leistungsübertragungen
■ Anwendungen der Computertomographie: Auftragsmessungen, Systemauslegungen für den industriellen Einsatz
■ industrielle Bildverarbeitung
■ Rapid Product Development: funktionelle Prototypen, Kleinserien, Reverse Engineering
■ Verarbeitung und Applikation nanomodifizierter Materialien
■ virtuelle Produktionsplanung und 3-D-Visualisierung
■ Demonstration der »Digitalen Fabrik«
Versuchsfelder für
■ den Aufbau von prototypischen Automatisierungssystemen
■ Erprobung von Montage-, Handhabungs- und Bearbeitungsprozessen
■ den Aufbau, Test und Optimierung von Robotern, insbesondere Service-Robotern
■ Demonstrationen von Automatisierungslösungen
Zentrum für Reinst- und Mikroproduktion
■ Technische Sauberkeit: automatisierte und manuelle Spülprüfstande, Auswertungsmethoden (gravimetrisch, mikroskopisch), Materialanalysesystem (REM, Spektrometer), Messsysteme Druckinspektion/Inline
■ Reinheitsgerechtes Equipment: Partikelzähler, Strömungsmesstechnik, -visualierung und -simulation, Reinräume (ISO 1, 200 m²), Schwingungs-, Oberflächeninspektions- sowie E-Statik-Messsysteme
■ Mikromontage: Montage-, Dispens- und Greifersysteme, Topographiemesstechnik, Testsysteme Oberflächentechnikum für Lackiertechnik: Beschichtungen unter realen Fertigungsbedingungen, Prüf- und Analysenverfahren Schichttechnik: elektrochemische und gasphasenbasierte Abscheidungen, werkstoffwissenschaftliche und nasschemische Analytik
Oberflächentechnikum für
■ Lackiertechnik: Beschichtungen unter realen Fertigungsbedingungen, Prüf- und Analysenverfahren
■ Schichttechnik: elektrochemische und gasphasenbasierte Abscheidungen, werkstoffwissenschaftliche und nasschemische Analytik
Leistungsangebot
Unternehmensorganisation
■ Life-Cycle-Management
■ Produktentstehungsmanagement
■ Technisches Risikomanagement
■ Schadstoff- und Recyclingmanagement
■ Qualitätsmanagement
■ Fabrikplanung
■ Arbeits- und Prozessplanung
■ Produktionssystem- und Anlagenmanagement
■ Auftragsmanagement
■ Beschaffungs- und Kundenlogistik
■ Produktionslogistik
■ Lieferantenparks
■ Netzwerklogistik und Supply Chain Management
Automatisierung
■ Mechatronisches Engineering
■ Visualisierung und Interaktion
■ Technische Informationssysteme
■ Mensch-Maschine-Interaktion
■ Industrie-und Serviceroboter
■ Montage
■ Assistenzsysteme
■ Mikrosystemtechnik • Medizintechnik
■ Signal- und Leistungsübertragung
■ Mess- und Prüftechnik
■ Reinsttechnik
■ Rapid Product Development
Oberflächentechnik
■ Lackierverfahren für Flüssig- und Pulverlacke
■ Abscheidung von Metallen und Metallverbindungen (Galvanotechnik, PVD/CVD)
■ Optimierung / Planung von Verfahren und Anlagen
■ Erzeugung von (nanoskaligen) Funktionsschichten
■ Analytik und Prüftechniken für oberflächentechnische Prozesse und Schadensfälle
■ Simulation von Beschichtungsverfahren und Raumströmungen
■ Lackchemie
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA wurde 1959 gegründet und 1971 in die Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen. Es ist eines der größten Einzelinstitute innerhalb dieser Forschungsgesellschaft und beschäftigt rund 300 Wissenschaftler. Das Jahresbudget beträgt rund 39 Mio Euro, 50 Prozent der Erträge stammen aus Industrieprojekten. www.ipa.fraunhofer.de


