Karlsruhe - Eggenstein/Leopoldshafen Im Forschungsprogramm Nano- und Mikrosysteme des Bereiches Forschung des Karlsruher Instituts für Technologie / Campus Nord forschen Arbeitsgruppen von 14 Instituten (www.nmp.kit.edu). Das Programm
bildet einen Technologiepool, um Grundlagenforschung zu betreiben und
ökonomisch relevante Anwendungen zu entwickeln. Im Rahmen dieses
Programms befasst sich beispielweise das Institut für Nanotechnologie (INT) mit
den elektrischen, magnetischen, mechanischen und optischen
Eigenschaften von Nanomaterialien (www.int.kit.edu). Beispielsweise wird das Ziel verfolgt, anorganische
Nanomaterialien in druckbare Tinten zu überführen. Diese sollen es
ermöglichen, elektrische Leiterbahnen und Bauteile zeit- und
kostensparend auf flexible Substrate zu drucken. Weitere
anwendungsbezogene Arbeitsbereiche des INT befassen sich mit der
Speicherung von Wasserstoff mit Hilfe von Nanomaterialien für
Fahrzeugantriebe oder mit der Entwicklung von Antireflexschichten zur
Entspiegelung von Spezialgläsern. Gemeinsam mit seinen Partnerinstituten am Forschungszentrum unterhält das INT die Karlsruhe Nano Micro Facility (KNMF).
Diese
Forschungsdienstleistung bietet für Unternehmen und
Forschungspartner einen Zugang zu Laborinfrastrukturen für
die Herstellung und Charakterisierung von Nano- und Mikrostrukturen.
Die KNMF bietet nationalen und internationalen Unternehmen und
Forschungseinrichtungen Zugangsvarianten mit unterschiedlichen Rechten
und Pflichten für die Nutzer an, die von der unentgeltlichen Nutzung
auf Basis wissenschaftlicher Begutachtung bis zur Nutzung gegen
Vollkostenerstattung reichen knmf.fzk.de
Karlsruhe Im Jahr
2001 haben sich mehrere Arbeitsgruppen der TH-Karlsruhe (Karlsruher Institut für
Technologie / Campus Süd) und der Forschungszentrum Karlsruhe GmbH zu
einem Zentrum für funktionale
Nanostrukturen zusammengeschlossen. Dieses umfasst kapp 50 Arbeitsgruppen, die mit ihren Forschungsaktivitäten ein
thematisch breites Spektrum abdecken. Dieses reicht von der
Nano-Photonik über die Nano-Elektronik bis hin zur Nano-Biologie. Das
Zentrum betreibt ein Service Labor (NSL), das über den eigenen Kreis
seiner Arbeitsgruppen hinaus interessierten Unternehmen für Zwecke der
Auftragsforschung zur Verfügung steht (www.cfn.uni-karlsruhe.de). Ebenfalls mit dem Zentrum
verbunden ist die im Jahr 2006 eröffnete Karlsruhe School of Optics and
Photonics (www.ksop.de) sowie die 2009 gemeinsam mit der Universität Heidelberg ins Leben gerufene BioInterfaces International Graduate School BIF-IGS (www.biointerfaces-gradschool.de)
Mannheim Die Hochschule Mannheim unterhält an seiner Fakultät für Maschinenbau seit 1993 ein
Kompetenzzentrum Tribologie. Das Kompetenzzentrum nimmt ein breites Spektrum anwendungsorientierter
Forschungs- und Entwicklungsaufgaben war. Dazu zählen die Untersuchung von Schmierstoffen (Öle, Fette, Feststoffe) und
Additiven
(insbes. Extreme-Pressure, Anti-Wear, Anti-Oxidation), die Analyse des Reibungs-
und
Verschleißverhaltens von Werkstoffpaarungen (Metalle, Kunststoffe,
Keramiken,
Verbundwerkstoffe) für wartungsfreie Lagerungen oder die Untersuchung
und
Weiterentwicklung von Oberflächenschichten (Dünnschichten und
Gleitlacke
(Anti-Friction-Coatings). Forschungsprojekte mit Bezügen zur
Nanotechnologie
befassen sich mit der Entwicklung
tribologisch optimierter Funktionsflächen oder der Erzeugung und
Charakterisierung nanoskaliger Randschichten zur Minderung von Reibung und
Verschleiß.
Das Mannheimer Kompetenzzentrum gilt als eines der weltweit best
ausgestatteten Institute auf dem Gebiet der tribologischen Modell- und
Bauteilprüfung. Es verfügt über mehr als 30 verschiedenartige
Prüfmaschinen, um
das Reibungs- und Verschleißverhalten von Werkstoffen, Beschichtungen
und/oder
Schmierstoffen unter vielfältigsten Beanspruchungskollektiven sowie die
chemisch-physikalischen Eigenschaften der Schmierstoffe untersuchen zu
können. Vor diesem Hintergrund fungiert das
Kompetenzzentrum auch als Forschungs- und Entwicklungsdienstleister insbesondere für kleinere und
mittlere
Unternehmen www.tri.hs-mannheim.de
Darmstadt Die Technische Universität Darmstadt verfügt seit 2008 über einen Forschungsschwerpunkt Nanomaterialien. In diesem Programm zusammengefasst sind die themenbezogenen Aktivitäten der Fachbereiche Materialwissenschaften, Chemie,
Physik, Biologie und Elektrotechnik. In den beteiligten
Arbeitsgruppen werden nanostrukturierte Materialien
synthetisiert, charakterisiert und auf ihre Funktionseigenschaften hin
untersucht. Dazu zählen Nanopartikel, Nanodrähte,
Nanostäbe und Nanoröhren in Hinsicht auf ihre potenziellen Anwendungen bei der Entwicklung von Brennstoffzellen,
der Herstellung von Schichten für den Oberflächen- und Korrosionsschutz
oder bei der Entwicklung von elektronischen Bauteilen www.fspnano.tu-darmstadt.de
Kaiserslautern Die Techische Universität Kaiserslautern hat 2003 das Zentrum für Nanostrukturbiologie und Molekularbiologische Technologie (Nano + Bio Center) eröffnet. Es wird als eine Serviceinrichtung für anwendungsnahe Forschungs- und Technologieprojekte betrieben. Hierbei steht die Laborausstattung der Fachbereiche Physik und Biologie auch für Unternehmen zur Verfügung, die Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen etwa bei der Herstellung von Mikro- und Nanostrukturen oder bei der Charakterisierung von Biowerkstoffen in Anspruch nehmen wollen www.nbc.uni-kl.de
Freiburg Das
Fraunhofer Institut für
Physikalische Messtechnik (IPM) betreibt Forschung und Entwicklung für industrielle Anwendungen in den Bereichen der optischen Sensor- und Belichtungssysteme sowie der Dünnschichttechnologie. Die Thermoelektrik ist das jüngste Kompetenzfeld des Fraunhofer-IPM. Auf diesem Gebiet befasst sich das Institut mit der Umwandlung von Wärmeenergie in elektrischen Strom. Typische Anwendungsfelder sind die Nutzung der Abwärme von Kraftwerken, Industrieanlagen oder Kraftfahrzeugen. Ein Spezialgebiet des Instituts ist die Entwicklung von nanoskaligen, thermoelektrischen Materialien, auf deren Basis elektrischer Strom zur Nutzung der Energieversorgung für drahtlose Sensornetzwerke erzeugt werden kann www.ipm.fraunhofer.de
Pfinztal Das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) arbeitet gemeinsam mit Unternehmen oder in deren Auftrag an anwendungsbezogenen Forschungsaufgaben. Bei mehreren Projekten stehen die Verwendungsmöglichkeiten von Nanomaterialien im Mittelpunkt. Beispielsweise befasst sich der Produktbereich "Polymer Engineering" mit seinen Schwerpunkten "Faserverbundwerkstoffe" und "Neue Materialien" mit der Integration von Nanotechnologien in bestehende Materialsysteme, Prozess- und Verarbeitungstechnologien zur Herstellung von Kunststoffprodukten. Ein weiteres Arbeitsgebiet besteht in der Bereitstellung von Grundlagenwissen für die Entwicklung von Brandschutzbeschichtungen unter Verwendung von nanoskaligen Materialien. Im Gebiet der Zusatzfunktionalisierung von Dispersionfarben gelang dem Fraunhofer ICT in einem Kooperationsprojekt mit der Oberhausener Firma Bioni die Integration von antibiotischem Nano-Silber. Das Fraunhofer ICT bietet seinen Projektpartnern ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen und Technologien für die Herstellung, Prozessierung, Charakterisierung und Prüfung von Nanopartikeln www.ict.fraunhofer.dewird fortgeführt...

