Nanovalley Logo Transferforum Biomolekulare Simulation2 Karlsruhe/Eggenstein-Leopoldshafen Computerbasierte Simulationsmethoden sind im Automobilbau, in der Luft- und Raumfahrttechnik, sowie in der Halbleiterindustrie seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, Produktqualitäten zu steigern, Produktentwicklungszyklen zu verkürzen und damit Entwicklungsausgaben effizienter einzusetzen. Eine Gruppe von Chemikern, Physikern und Ingenieuren befasst sich am Institut für Nanotechnologie des Karlsruher Instituts für Technologie KIT mit der Übertragung dieses erfolgreichen Ansatzes auf Problemstellungen der Nano- und Biotechnologie (www.research.kit.edu/biostruct). Hierbei bildet die Vorhersage nanoskaliger Effekte im Gebiet der biophysikalischen Simulationen ein Schlüsselthema. Denn diese versetzen den Anwender in die Lage, die kleinsten Grundbausteine des Lebens zu analysieren und ihre Wechselwirkungen auf Basis physikalischer Modelle vorherzusagen. Biomolekulare Simulationen können die Suche nach bioaktiven Substanzen beschleunigen und haben u. a. Bedeutung bei der Identifizierung von Geruchsstoffen, Allergenen, Toxinen oder Arzneimitteln. Ziel des Transferforums Biomolekulare Simulation ist es, Wissenschaftlern und Unternehmen eine Plattform für den Wissensaustausch im Gebiet der biomolekularen Simulation zur Verfügung zu stellen. Das Transferforum befindet sich im Aufbau. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Technologiebüro nanoValley.eu oder an den Sprecher des Transferforums:
 
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Dipl. Ing. Simon Widmaier
KIT - Institut für Nanotechnologie
Hermann von Helmholtz Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel. +49-721-608 28961
Fax. +49 721-608 28282
simon.widmaier@kit.edu
 
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Die in Karlsruhe entwickelten Simulationslösungen eröffnen die Vorhersage eines breiten Spektrums an Wechselwirkungen von Proteinen mit niedermolekularen organischen Komponenten (Zuckern, Polypeptiden, DNA und RNA). Simon Widmaier beschäftigt sich mit der Simulation der Wechselwirkungen zwischen Rezeptoren und Liganden in biologischen Systemen. Da die Interaktion zwischen Rezeptoren und Liganden reproduzierbar erfolgt, kann sie mittels biophysikalischer Wechselwirkungsmodelle präzise simuliert werden. Diese Simulationen können in vielen Bereichen der angewandten Lebenswissenschaften in Verwendung gebracht werden: von der pharmazeutischen oder kosmetischen Produktentwicklung bis hin zur Lebensmittel- und Agrartechnologie.