Andreasbrunkhorst Andreas Brunkhorst
LITHONPLUS GMBH & CO. KG, Lingenfeld
Produktmanager und verantwortlich für die Produktentwicklung

»Wir vermarkten unsere Produkte bewusst mit dem Begriff Nanotechnologie und haben von Jahr zu Jahr damit mehr Erfolg. Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet ist für die Produktentwicklung in unserem Unternehmen deshalb von zentraler Bedeutung«

»Bei Lithonplus legen wir besonderen Wert auf Forschung und Entwicklung, um unsere Produkte um neue Formen, Farben und Funktionen zu erweitern. Als ursprüngliches Joint Venture der HeidelbergCement AG und Schwenk KG sind wir spezialisiert auf die Betontechnik. Hier nutzen wir Nanotechniken für den Oberflächenschutz von Pflasterbausteinen oder Terassenplatten. Auf dieser Basis ist es uns gelungen, Steinplatten oder Pflaster mit photokatalytischen Eigenschaften auszustatten. Der hierfür verwendete Betonbaustoff enthält nano-kristallines Titandioxid, das an der Betonoberfläche als Photokatalysator wirksam ist und so den Luftschadstoff Stickstoffdioxid chemisch umwandelt und unschädlich macht. Bei VW in Wolfsburg wurde die Autostadt komplett mit unseren photokatalytisch wirksamen Produkten ausgestattet.

Ich halte sehr viel von der Nanotechnologie, da dadurch Betoneigenschaften zu erreichen sind, die früher betontechnologisch nicht zu erzielen waren. Der Produktlebenszyklus von unseren "Nano-Produkten" ist sehenswert. Mir selbst bereitet es beruflich einfach Spaß, von Tag zu Tag mehr dazu zu lernen und neue, innovative Produkte herausbringen zu können. Hierbei bin ich ständig auf der Suche nach Forschungsergebnissen, die ich dann im Unternehmen in Prototypen umsetzen kann.

Doch ist aus Unternehmensperspektive - dies wird in den Wissenschaften oft nicht zur Kenntnis genommen - die Entwicklung eines Produkts selbstverständlich nur dann sinnvoll, wenn wir auch einen Absatzmarkt dafür haben. Technologietransfer von den Forschungseinrichtungen in unser Unternehmen hinein ist also ein komplexer Prozess, der sich vor dem Hintergrund des Marktes bewähren muss. Neue Produkte entstehen immer aus zwei Richtungen. Einerseits aus den Gesprächen mit Kunden über deren Produktanforderungen oder der gezielten Marktforschung und andererseits aus dem, was die Materialforschung insgesamt und die Nanomaterialforschung im besonderen in den Forschungslabors herausgefunden haben.

Die Zusammenführung der Ideen in diesen beiden Bereichen, die sich im grunde genommen fremd sind, gehört zu meinen Kernaufgaben als Produktentwickler. Erst wenn dieser Brückenschlag gelungen ist, kommt es zur Implementierung einer neuen Technologie in den Produktionsprozess und schließlich zur die Etablierung des Endprodukts im Markt.«

Ausbildung

2001 - 2004: Bauingenieurwesen an der Berufsakademie Mosbach
2008: Ausbildung zum Nanotechniker (IHK)

Berufstätigkeit

2005 - 2008: Lithonplus GmbH & Co. KG: Vertrieb und Projektmanagement
2009 - heute: Lithonplus GmbH & Co. KG: Produktmanagement

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